AFIX GmbH Deutschland ist ein Unternehmen der AFIX Group. Erfahren Sie mehr

Die Verankerung verbessert die Stabilität und Sicherheit von Fassadengerüsten

SCHWEITENKIRCHEN - Einer der entscheidenden Faktoren für die Stabilität und Sicherheit von Fassadengerüsten ist die richtige Verankerung. Dies ist unerlässlich, um das Risiko des Umkippens oder der Instabilität, insbesondere unter Windlasten, zu verringern. Im Folgenden finden Sie technische Informationen zu Normen, Auswahlkriterien und praktischen Richtlinien für die korrekte Verankerung von Fassadengerüsten



1. Normen und Zweck der Verankerung

Die Verankerung von Fassadengerüsten muss den europäischen Normen EN 12810 und EN 12811 für temporäre Konstruktionen entsprechen. Diese Normen legen die Anforderungen an Belastung und Konstruktion von Gerüsten fest.

Die Verankerung erfüllt zwei Hauptfunktionen: 
– Äußere Stabilität (globale Stabilität): Verhindert, dass das Gerüst unter Windlast oder unsymmetrischer Belastung kippt oder sich verschiebt. 
– Innere Stabilität (lokale Stabilität): Verringert die Knicklänge der Ständer und erhöht deren Knickfestigkeit.



2. Bedeutung der richtigen Ankerwahl

Sichere Verankerung beginnt mit der Auswahl des richtigen Ankers. Wichtige Kriterien sind: 

a. Verbindungstyp mit dem Gerüst – Häufige Methoden: 
• Verankerung mit Ringschrauben und Gerüstrohren 
• Stahlflanschverbindungen 
• Direkte Kupplungen an Stahl- oder Betonelemente 

b. Grundmaterial & strukturelle Eignung – Geeignet: tragender Beton, Vollmauerwerk mit gutem Mörtel. 
Ungeeignet: Hohlwände, Gipskarton, leichte Fassadenbekleidungen. 
Im Zweifel einen Statiker hinzuziehen.

c. Belastungsrichtung und Kraftübertragung – Je nach Ankertyp können Kräfte in Zug, Druck (Druckanker), Scherung, Biegung oder kombiniert wirken. Auswahl von Kupplungen, Befestigungswinkel und Kraftrichtung müssen dem Kraftfluss im Gerüstdesign entsprechen.

d. Korrosionsbeständigkeit – Für Langzeitprojekte oder aggressive Umgebungen Anker mit hoher Korrosionsbeständigkeit wählen.

e. Projektspezifische Anforderungen – Standort, Windzone, Gerüsthöhe und vom Auftraggeber oder Generalunternehmer zugelassene Verankerungsarten berücksichtigen.




3. Praktische Tipps für die Montage

  • Anker immer visuell und mechanisch auf korrekte Platzierung, Anzugsmoment und Verankerung im tragenden Material prüfen.
  • Herstellervorgaben einhalten und ggf. Zugtests vor Ort durchführen. 
  • Verankerung vorzugsweise alle 4–6 Meter Höhe, abhängig von Windzone und Gerüstbreite. 
  • Windlasten stets berücksichtigen, insbesondere bei Planen oder Netzen.



4. Fazit

Ein Fassadengerüst ist nur so sicher wie seine Verankerung. Wer Normen befolgt, geeignete Anker auswählt und die Montage streng kontrolliert, verhindert Instabilität oder Einsturz. Afix Group liefert nicht nur hochwertige Systemgerüste, sondern auch das technische Know-how für deren sichere Montage.

Sicherheit beginnt an der Basis. Lesen Sie im Afix Fast-Handbuch, wie und wo Sie Ihr Gerüst verankern müssen.


AFIX Group, one partner, many services, less worries
Wollen auch Sie professionell und sicher in der Höhe arbeiten?
Kontakt zu den AFIX Gerüstexperten.